Teil 1 hier
Vorbemerkung
Als Frankreich Weltmeister 2018 wurde, schrieb es eine Glaubens-Tradition fort: Alle Fußballweltmeister stammen aus katholischen Ländern. Die einzige Ausnahme ist England (protestantisch, 1966).
Im Finale standen nur zwei weitere protestantische Länder: Niederlande und Schweden (dagegen 10 katholische Finalisten). Weltmeister oder Vize-Weltmeister anderer Religionen gibt es nicht. Im Spiel um den dritten Platz waren 2002 zum einzigen Mal nicht-christliche Mannschaften (Südkorea verlor gegen die Türkei).
Der Trend zur Konzentration
Trotz nun 30 Jahren Turbo-Globalisierung und ökonomischer Aufholjagd asiatischer Länder ist im Top-Level Fußball interessanterweise davon wenig zu spüren. Im Gegenteil, es findet eine Konzentration statt und zwar in Europa. Nicht Südkorea, Kamerun, USA oder Mexiko sind die Herausforderer in den letzten 20 Jahren gewesen, sondern Frankreich, Spanien, aktuell Kroatien und Belgien (übrigens auch katholisch geprägte Länder). Das hat sicher mit einem Cluster-Effekt zu tun: Die großen europäischen Ligen, vor allem die Champions League sind sportlich das Maß aller Dinge.
Wird sich das ändern?