3. Oktober 2018

Zum Tag und Zustand der deutschen Einheit

Über ein Jahr ist seit der Bundestagswahl und der Abrechnung mit der westdeutschen Haltung gegenüber dem Osten vergangen. Viel ist seitdem passiert, das Thema Einheit und Ostdeutschland rückte verstärkt in den Fokus der Öffentlichkeit - es wurde auch Zeit.
Zum 3.Oktober 2018 daher einige kommentierte Lese-, Hör- und Schau-Empfehlungen zur Frage, warum alles so kompliziert ist hüben und drüben.


17. Juli 2018

Alles außer Fußball 2/2

Teil 1 hier


Vorbemerkung

Als Frankreich Weltmeister 2018 wurde, schrieb es eine Glaubens-Tradition fort: Alle Fußballweltmeister stammen aus katholischen Ländern. Die einzige Ausnahme ist England (protestantisch, 1966).
Im Finale standen nur zwei weitere protestantische Länder: Niederlande und Schweden (dagegen 10 katholische Finalisten). Weltmeister oder Vize-Weltmeister anderer Religionen gibt es nicht. Im Spiel um den dritten Platz waren 2002 zum einzigen Mal  nicht-christliche Mannschaften (Südkorea verlor gegen die Türkei).


Der Trend zur Konzentration

Trotz nun 30 Jahren Turbo-Globalisierung und ökonomischer Aufholjagd asiatischer Länder ist im Top-Level Fußball interessanterweise davon wenig zu spüren. Im Gegenteil, es findet eine Konzentration statt und zwar in Europa. Nicht Südkorea, Kamerun, USA oder Mexiko sind die Herausforderer in den letzten 20 Jahren gewesen, sondern Frankreich, Spanien, aktuell Kroatien und Belgien (übrigens auch katholisch geprägte Länder). Das hat sicher mit einem Cluster-Effekt zu tun: Die großen europäischen Ligen, vor allem die Champions League sind sportlich das Maß aller Dinge.
Wird sich das ändern? 


14. Juli 2018

Alles außer Fußball (1/2): Die vielsagenden Ergebnisse des wichtigsten Sportereignisses der Welt

Die Fußballweltmeisterschaft als gigantomanisches Sportereignis ist auch ein Spiegel der Nationen. Wie man sich hier präsentiert, lässt tief in die Kulturgeschichte der einzelnen Länder blicken. Wie, dies probiere ich mit diesem Beitrag ein bisschen auszuloten. Achtung: Das ist zum Teil unlauter, es basiert auf Vermutungen. Aber sind Spekulationen beim schönsten Sport der Welt nicht das Salz in der Suppe? Spaß macht’s in jedem Fall,.
Hier meine erste steile These: Die Ergebnisse bei Weltmeisterschaften sind langfristig gar nicht abhängig vom Sport selbst  – denn Fußball betreiben alle Länder mehr oder weniger gleich seriös. Eher ist der Erfolg davon abhängig, in welchem Zustand sich die jeweilige Nation befindet. Umgekehrt darf man auch Rückschlüsse ziehen von Fußballturnieren auf die Länder.  All das tue ich nun.


Bitte meine Worte auf die Goldwaage legen und genau abwägen! Ich habe lange daran geforscht. Mindestens 3 Stunden.


15. Juni 2018

Deutsche U-Boote - eine faszinierende Geschichte

Ich bin seit einiger Zeit dabei, meine Buchveröffentlichung, einen Roman namens "Der Schwarze Wal" vorzubereiten. Nun habe ich ein paar Zeilen verfasst, die auch für dieses Blog relevant sind, bloß stehen sie drüben.
Der Post handelt von der Faszination der Deutschen in Sachen U-Booten, von der U-Boot- Vergangenheit und dem Film Das Boot. Spannende Themen, wie ich finde.



25. Mai 2018

Zwangs-Disruption

Travis Kalanick, der Gründer von Uber, sagte, er kämpfe mit seinem Unternehmen gegen „ein Arschloch namens Taxi“. Ein zynisches, heuchlerisches Geschäftsmotto: Alte Beförderungsunternehmen stellte Kalanick an den Pranger, um seinen hochaggressiven Plattformkapitalismus zu rechtfertigen.
Aber so ist das in der neuesten Welle der technisch-industriellen Revolution, die uns seit 200 Jahren in Atem hält. Keiner weiß, wie seine Welt in wenigen Jahren aussehen wird, Intelligente Maschinen und Künstliche Intelligenz sind Götter, die führende Digitalindustrie-Kapitäne wie Zuckerberg und Jeff Bezos (und auch Uber) ehrfürchtig anbeten.

Warum eigentlich diese Hatz, diese Gier nach Transformation?


2. April 2018

Der Wandel in der deutschen Fußballkultur

Inspiriert wurde dieser Artikel durch einige kluge und einige dumme Gedanken des Philosophen Wofram Eilenberger zur deutschen Fankultur  Bevor ich auf seine dümmliche Hauptthese "Kritik an Red Bull Leipzig erinnert an den Antisemitismus 1915 bis 1945" eingehe, einige Gedanken zu Sportveranstaltungen allgemein und zum Wandel in der Fußballkultur speziell:

19. März 2018

Wie war´s auf der Buchmesse?


Rocketrocker und ich haben diesen Sonntag, 18. März 2018, auf der Leipziger Buchmesse gesprochen. Unser Thema: "Die wilde Geschichte der Umbruchsjahre 2015-2017" – Wir ordneten die Gegenwart, die von vielen als krisenhaft, bzw. als Umbruch empfunden wird, neu ein. Der Vorschlag wurde von vielen Menschen gewählt, weshalb wir eingeladen waren als Blogger zu sprechen. Hier meine Erfahrungen von der Leipziger Buchmesse 2018.

26. Februar 2018

Deep Sex

Vorbemerkung: Ich verlinke den betreffenden Video-Clip aus Gründen des Persönlichkeitsrechts nicht. Aber er ist recht einfach zu finden. 

Emma Watson fickt. Lustvoll reitet der Star auf einem jungen Kerl, streicht sich die Haare aus dem Gesicht, beugt sich erregt zur Seite, beißt auf die Lippen. Der Clip zeigt die Hollywood Schauspielerin Emma Watson ganz natürlich, ganz explizit, ganz ungeniert beim Sex.
Nur wer die Bilder genau studiert erkennt, dass etwas nicht stimmt. Es handelt sich um sogenannte „Deepfakes“, die in den letzten Tagen und Wochen für Aufsehen
sorgen: Der Clip ist eine natürlich wirkende Irrealität, mithilfe von Künstlicher Intelligenz erschaffen.

16. Februar 2018

Unser Vortrag auf der Buchmesse in Leipzig - Gewinnspiel

Liebe Leser,
wir hatten neulich aufgerufen, für uns abzustimmen, als wir uns für einen Vortrag auf der Leipziger Buchmesse bewarben. Und, was soll ich sagen, es hat geklappt! 
Danke an alle, die für uns gestimmt haben!

Jens und ich werden am Sonntag, den 18.März in Leipzig im Rahmen der blogger sessions um 14.30 Uhr auf der Bühne stehen.
Unser Thema lautet: "Die wilde Geschichte der Umbruchsjahre 2015-2017" – Wir ordnen die Gegenwart, die von vielen als krisenhaft, bzw. als Umbruch empfunden wird, neu ein. 
Die Zeit ist leider auf 30 Minuten begrenzt, aber Feedback ist dennoch möglich und vielleicht ist die Eine oder der Andere vor Ort und wir kommen ins Gespräch!

Wir verlosen außerdem 1x2 Tagestickets, die wir freundlicherweise von der Buchmesse bereitgestellt bekommen haben. 
Die Tickets sind für einen frei wählbaren Tag der Messe (15-18. März) nutzbar, der Leipziger Nahverkehr ist inklusive. 

Wer Interesse hat, schreibt bis Montag, 19. Februar, eine Mail an: 
post <at> tim-sarianidis<punkt>de

Unter allen Einsendern losen wir den Gewinner aus.

Nachtrag: Die Tickets sind weg, die Gewinner benachrichtigt! 

29. Januar 2018

Der Präsident

Peter Fischer ist kein Mann, der sich immer ganz korrekt ausdrückt. Etwas, was ihm in der aktuellen Diskussion auch auf die Füße fällt. Aber er hat eine Haltung: der Präsident des Sportvereins Eintracht Frankfurt 1899 e.V. unterstrich in einer Rede auf der gestrigen Mitgliederversammlung, warum er keine AfD-Mitglieder bei Eintracht Frankfurt haben will. Er legt sich so mit der aktuell dynamischsten Partei Deutschlands an, ganz bewusst. Er bekennt sich, zum liberalen Staat, zu Weltoffenheit.
Der Vorwurf, dass Fischer nur Schwarz und Weiß sieht, liegt natürlich ums Eck. Mindestens, was die politische Lage in Ostdeutschland angeht, bin ich für eine offene Auseinandersetzung in alle Richtungen, auch mit der AfD. Ob der Eintracht-Präsident es sich zu einfach macht und Protestwähler ausgrenzt? Vielleicht.
Dennoch hat Peter Fischer recht. Und zwar sowas von. 

27. Januar 2018

The End of the Fucking World. Endlich! – beinahe.


Nach den Comics von Charles Forsman erzählt Jonathan Entwistle die Geschichte zweier Teenager, die aus ihrer englischen Kleinstadt – Alyssa: The most boring town on the planet – und vor ihren Eltern – Alyssa: Your Dad´s a prick James: I know – davonlaufen. Eine weitere Comic-Verfilmung. Gott sei Dank nicht schon wieder mit Superhelden. Ein weiteres Roadmovie. Gott sei Dank mal wieder.

21. Januar 2018

#Me Too. Ich und der Kulturkampf.


Ich bin mit derben, mitunter frauenfeindlichen Witzen aufgewachsen. Obwohl in zivilisiertem Umfeld sozialisiert, durchlief ich in meiner Pubertät und frühen Jugend auch eine Schule des Machismus. Zum Glück habe ich mich entwickelt. Nicht weil ich mich sozial erwünscht verhalten möchte, das ist mir egal, in Zeiten indoktrinierter Political Correctness ja geradezu zuwider. Aber ein Leben im Einverständnis mit Frauen fühlt sich ganz einfach besser an. Zugleich fühle ich mich selbstbewusst heterosexuell. Als Indiz hierfür kann ich anführen, dass ich noch nie das Bedürfnis hatte, meine Identität durch einen Hipster-Bart oder einen fetten Wagen zu kompensieren. Schön für mich. Aber weshalb dieser persönliche Einstieg in die Debatte?