Peter Fischer ist kein Mann, der sich immer ganz korrekt ausdrückt. Etwas, was ihm in der aktuellen Diskussion auch auf die Füße fällt. Aber er hat eine Haltung: der Präsident des Sportvereins Eintracht Frankfurt 1899 e.V. unterstrich in einer Rede auf der gestrigen Mitgliederversammlung, warum er keine AfD-Mitglieder bei Eintracht Frankfurt haben will. Er legt sich so mit der aktuell dynamischsten Partei Deutschlands an, ganz bewusst. Er bekennt sich, zum liberalen Staat, zu Weltoffenheit.
Der Vorwurf, dass Fischer nur Schwarz und Weiß sieht, liegt natürlich ums Eck. Mindestens, was die politische Lage in Ostdeutschland
angeht, bin ich für eine offene Auseinandersetzung in alle Richtungen, auch mit
der AfD. Ob der Eintracht-Präsident es sich zu einfach macht und Protestwähler ausgrenzt? Vielleicht.
Dennoch hat Peter Fischer recht. Und zwar sowas von.
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29. Januar 2018
30. November 2017
Vormodernität im digitalen Zeitalter - Über das öffentlich-rechtliche Fernsehen
Gestern lief im SWR eine Sendung zum Thema „Brauchen wir öffentlich-rechtliches Fernsehen?“. Neben Politikern, SWR-Intendant und -Justiziar waren auch interessierte Bürger dabei – ich kam drauf, weil auch Blogger Torsten Dewi eingeladen war.
Die Sendung war als eine Art "Townhall-Meeting" konzipiert und ließ sich auch ganz unterhaltsam an. Doch weder TV-Journalisten, noch Regisseure waren anwesend. Ist das nicht verrückt? Wir reden übers Fernsehen und kein Fernsehmacher ist anwesend! Es war in etwa so, als gäbe es einen Eishockey-Talk und neben dem DEB-Präsidenten und seinem Justiziar wären noch Anton Hofreiter und Frauke Petry dabei.
Funktionäre, Bürokraten und Politiker reden über ein kreatives Medium. Das ist Deutschland.
Die Sendung war als eine Art "Townhall-Meeting" konzipiert und ließ sich auch ganz unterhaltsam an. Doch weder TV-Journalisten, noch Regisseure waren anwesend. Ist das nicht verrückt? Wir reden übers Fernsehen und kein Fernsehmacher ist anwesend! Es war in etwa so, als gäbe es einen Eishockey-Talk und neben dem DEB-Präsidenten und seinem Justiziar wären noch Anton Hofreiter und Frauke Petry dabei.
Funktionäre, Bürokraten und Politiker reden über ein kreatives Medium. Das ist Deutschland.
27. September 2017
Die Abrechnung - über die Bundestagswahl
Im Osten Brandenburgs, kurz vor Polen, liegt das Schlaubetal. Das Tal - oder besser die eiszeitliche Rinne - gilt als Ferienregion. Eigentlich.
Die Wanderwege sind zugewuchert, bei einem Spaziergang durch die kleinen Dörfer ist man völlig allein und Infrastruktur ist auch kaum vorhanden. Zum Tanken und Einkaufen muss man 25 Kilometer nach Eisenhüttenstadt fahren – das anscheinend bloß aus Malls besteht – und nur wenn man Glück hat, an einer idealen Stelle, zeigt das Smartphone zwei Balken an.
In und um das Schlaubetal könnte man einen Endzeitfilm mit Zombies drehen, die Einwohner würden es nicht einmal merken.
Auch wenn ich den Osten mag, an solchen Orten beschleicht mich als Wessi das Gefühl der Entfremdung. Ich kenne Deutschland anders. Dabei ist die Region noch günstig gelegen, eine Stunde ist es zum Stadtrand Berlins.
Aber man muss sich wohl damit abfinden: Das System des liberalen Kapitalismus ist im Osten nicht richtig angekommen, auch 28 Jahre nach dem Mauerfall nicht.
Die Wanderwege sind zugewuchert, bei einem Spaziergang durch die kleinen Dörfer ist man völlig allein und Infrastruktur ist auch kaum vorhanden. Zum Tanken und Einkaufen muss man 25 Kilometer nach Eisenhüttenstadt fahren – das anscheinend bloß aus Malls besteht – und nur wenn man Glück hat, an einer idealen Stelle, zeigt das Smartphone zwei Balken an.
In und um das Schlaubetal könnte man einen Endzeitfilm mit Zombies drehen, die Einwohner würden es nicht einmal merken.
Auch wenn ich den Osten mag, an solchen Orten beschleicht mich als Wessi das Gefühl der Entfremdung. Ich kenne Deutschland anders. Dabei ist die Region noch günstig gelegen, eine Stunde ist es zum Stadtrand Berlins.
Aber man muss sich wohl damit abfinden: Das System des liberalen Kapitalismus ist im Osten nicht richtig angekommen, auch 28 Jahre nach dem Mauerfall nicht.
Willkommen bei den Bundestagswahlen, willkommen bei der großen Abrechnung Ostdeutschlands.
Die Message: Die Einheit Deutschlands ist gescheitert.
Die Message: Die Einheit Deutschlands ist gescheitert.
22. September 2017
Die Bundestagswahl am Sonntag. Thesen und zwei Schlussfolgerungen.
Einige Thesen und eine daraus abgeleitete Folge, weshalb der nächste Sonntag denkwürdig werden kann. Zunächst etwas Triviales und Naheliegendes. Jeder weiß: 1. Angela Merkel wird wieder Kanzlerin.
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