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18. Juni 2016

ARD, ZDF und die Europameisterschaft. Ein Lob.

Dass die Glaubwürdigkeit der Medien sinkt ist kein Grund zur Schadenfreude. Vielmehr verstärkt es das Bauchgefühl, in einer krisenhaften Epoche zu leben, in der die wichtigsten Institutionen immer weniger im Griff haben.
Gerade die Öffentlich-Rechtlichen Rundfunkanstalten provozieren durch eine oft selbstgerechte Haltung, die sich auf den Wettbewerbsvorteil der Haushaltsabgabe stützt. Diese ist als Nachfolger der lustigen GEZ-Spione eine Steuer, die Wohnungsbewohner zwingt, Öffentlich-Rechtliche Medien zu konsumieren. Wer sich jetzt denkt „das gibt es doch nur in Weißrussland“, der sei auf den WDR-Chefredakteur Jörg Schöneborn verwiesen, der die Steuern als „Demokratie-Abgabe“ bezeichnet. Ich halte es hier eher mit der Kanzlerin und beklage unsere „Zwangsmitgliedschaft“ (min 3:20).

13. Juni 2016

Schland

Wenn nun gleich #dieMannschaft spielt bei der Fußball-Europameisterschaft, öffnen sich Abgründe für Nicht-Fußball-Fans. Sogar seriöse Nachrichtensendungen machen gerne mit der Ankunft des Nationalteams am Stadion auf (aktuell ist die Euphorie aufgrund des unfassbaren Massakers in Orlando/Florida allerdings gedämpft).
Schland ist seit dem Sommermärchen 2006 dauerhaft trending topic. Behauptet man gegenüber Schland-Fans, die Europameisterschaften von 2000 und 2004 seien die besten Turniere überhaupt gewesen, löst man Kopfschütteln aus, da die Deutschen jeweils früh ausschieden. Dabei widersprechen nur wenige Experten und Fußballliebhaber dieser Meinung.