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5. Mai 2016

Trumps Triumph

Donald Trump hat die Vorwahlen zum republikanischen Präsidentschaftskandidaten gewonnen, seine Widersacher Ted Cruz und John Kasich haben soeben aufgegeben. Der Populismus gewinnt in der republikanischen Partei Oberhand, zumindest vorläufig. Sascha Lobo kommt zu dem Schluss:
"Trumps Erfolg hängt stark mit medialen Entwicklungen zusammen und basiert auf der Ablehnung von "Politischer Korrektheit", Trumps vermeintlicher Unabhängigkeit von Medien und Geld und auf Irrationalität." 
Die Analyse ist lesenswert, dennoch greift sie zu kurz. Anders als Lobos Kolumne suggeriert, hängt Trumps Erfolg nur zum kleineren Teil mit aktuellen Entwicklungen zusammen. Trumps Wähler fühlen sich hinters Licht geführt. Und das hat Ursachen, die sich schon vor der Internet-Ära manifestierten.

2. Februar 2016

Der demokratische Thriller

Der Vorwahlkampf in den USA hat mit den Caucuses in Iowa begonnen (Cruz gewann vor Trump bei den Republikanern, Clinton knapp vor Sanders bei den Demokraten) und die Medien überschlagen sich. Gerade sehen wir besonders schön, wie die Maschinerie tickt: Einerseits ist die Deutung der Ergebnisse natürlich wichtig, zwecks Einordnung der Lage. Andererseits ist der Ventilator, mit dem heiße Luft verföhnt wird, gigantisch (Ein beispielhaftes Narrativ: Clinton muss sich warm anziehen. Dieser alte Sozialist Bernie Sanders, der die Jugend auf seiner Seite hat, hat nicht verloren, sondern gewonnen. Aus dem nichts nur 0,3 Prozent weniger als Clinton! Und das ihr, der das Weiße Haus quasi schon gehörte!). Ein typisches Medien-Schauspiel. Es gibt aber etwas, was untergeht, leider. Mich fasziniert es: