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5. Mai 2016

Trumps Triumph

Donald Trump hat die Vorwahlen zum republikanischen Präsidentschaftskandidaten gewonnen, seine Widersacher Ted Cruz und John Kasich haben soeben aufgegeben. Der Populismus gewinnt in der republikanischen Partei Oberhand, zumindest vorläufig. Sascha Lobo kommt zu dem Schluss:
"Trumps Erfolg hängt stark mit medialen Entwicklungen zusammen und basiert auf der Ablehnung von "Politischer Korrektheit", Trumps vermeintlicher Unabhängigkeit von Medien und Geld und auf Irrationalität." 
Die Analyse ist lesenswert, dennoch greift sie zu kurz. Anders als Lobos Kolumne suggeriert, hängt Trumps Erfolg nur zum kleineren Teil mit aktuellen Entwicklungen zusammen. Trumps Wähler fühlen sich hinters Licht geführt. Und das hat Ursachen, die sich schon vor der Internet-Ära manifestierten.

25. Februar 2016

Hitler versus Trump

Dieser Artikel der Washington Post vergleicht den Erfolg Donald Trumps im amerikanischen Vorwahlkampf mit dem Aufstieg Adolf Hitlers. Natürlich sei ein direkter Vergleich Hitler/Trump nicht akkurat, so Autorin Danielle Allen, die Frage sei vielmehr, warum Demagogen ein gespaltenes Land damals wie heute für sich nutzen können. Sie ruft zur Geschlossenheit auf, Republikaner und Demokraten müssten gemeinsam Trump als Präsidentschaftskandidat verhindern, dass sei die Lehre des Endes der Weimarer Republik. Nun mag Amerika gespalten sein, Trumps Erfolge erstaunlich und Allens Alarmruf richtig. Dennoch hinkt der Vergleich Weimar - USA massiv.